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Unser Tiermedizin-Blog

Parodontalerkrankungen

Tauchen Sie ein in die Welt der Parodontologie bei Hunden! Erfahren Sie, warum über 80% der Tiere über 5 Jahren an behandlungsbedürftiger Parodontitis leiden und welche ernsthaften Auswirkungen das auf ihre Gesundheit haben kann. Entdecken Sie, wie eine Parodontalbehandlung in Narkose die Zahngesundheit unterstützt und erfahren Sie, warum häusliche Pflege entscheidend ist. Gemeinsam für ein schmerzfreies und gesundes Hundeleben!

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Das Parodont ist der Zahnhalteapparat, bestehend aus Gingiva (Zahnfleisch), Zement (oberste Schicht der Zahnwurzel), Alveokarknochen (Knochenhöhle in welcher der Zahn liegt) und Desmodont (Fasern, die den Zahn im Knochen verankern).

Parodontalprobleme sind sehr häufig bei Hunden. Über 80% der Tiere über 5 Jahren leiden unter einer behandlungsbedürftigen Parodontitis und von dem Großteil der nicht zahnmedizinisch arbeitenden Tierärzte wird die Problematik laut Studien unterschätzt. Dabei hat eine Parodontale Erkrankung große Auswirkungen auf die Gesundheit. Mögliche Folgen sind z.B. Herzklappenerkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselstörungen, Leber- und Nierenerkrankungen oder Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung). Statistisch gesehen leben Hunde 2-3 Jahre kürzer durch Parodontiden,

Eine Entzündung des Parodonts bezeichnet man als Parodontitis. Unbehandelt führt sie zum Zelluntergang und damit zur Parodontose. Das Zahnfleisch geht zurück und Entzündungen im Alveolarknochen und den anderen Strukturen führt letztendlich im fortgeschrittenen Stadium zum Zahnverlust.

Das dauert aber mehrere Jahre und verursacht starke Schmerzen. Hunde haben die gleichen Nerven und Verschalungen ins Gehirn. D.h. sie haben genauso Zahnschmerzen wie wir. Mit dem Unterschied, dass sie es weniger zeigen.

Noch Fressen ist dabei kein Indiz für nicht Leiden! Die Nahrungsaufnahme ist ein Urinstinkt, der das Überleben sichert. Tiere sind immer noch so wild, dass sie trotz starker Schmerzen noch fressen. Es liegt in unserer Verantwortung das zu sehen und dafür Sorge zu tragen, dass dem Tier die Schmerzen genommen werden. Typische Zahnschmerzsymptome sind z.B: Kopfscheue, Augenkneifen, Kratzen im Gesicht oder Reiben der Schnauze auf dem Boden, einseitiges Kauen, Verweigern von harten Kauartikeln, Zähneknirschen, Futter aus dem Maul fallen lassen, wiederkehrende Ohrentzündungen, vermehrtes Trinken, Unruhe oder Apathie, Kopfschiefhaltung, Erbrechen, Unter- oder Übergewicht (durch zu hastiges Fressen).

Bei leichten Pardontalproblemen kann in Narkose, statt der Zahnextraktion, eine Parodontalbehandlung durchgeführt werden. Voraussetzung für den langfristigen Erfolg ist dabei die häusliche Pflege der Zähne. Gerne unterstützen wir Sie bei den unterschiedlichen Möglichkeiten. Denn unser Ziel ist eine langfristige Zahngesundheit!

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